Fundstellen erkunden
Zufallsfund
1931 fand ein Schüler in einer ehemaligen Sandgrube nahe der Bahnlinie HH-Cuxhaven das Schneidenteil eines Donauländischen Plättbolzens. Nähere Fundumstände sind nicht bekannt. Gemeldet wurde der Fund vom Agathenburger Lehrer M. Brunckhorst. Aus einer Privatsammlung sind weitere Keramikfunde unterschiedlicher Perioden…
Schlagplatz:
Mesolithischer Fundplatz mit breitem Gerätespektrum. Neben Querschneidern, Schabern und Klingen zählen zu den Funden ein Scheiben- und ein Kernbeil.
Zufallsfund
Östlich der heutigen Bundesstraße B 73 wurde am Rand einer Sandgrube 1937 von Herrn Hauschild ein bronzezeitliches Tüllenbeil gefunden. Heute ist der Bereich bewaldet.
Siedlung der Vorrömischen Eisenzeit
Zwischen Dollern und Agathenburg legten zwei Grabungskampagnen in den 1980er- und 1990er-Jahren auf über 8.000 Quadratmetern eine Siedlung der jüngeren Vorrömischen Eisenzeit frei. Sie lag am Rande der Geest an einem heute verlandeten Teich und besaß neben Langhäusern Speichergebäude für das Getreide. Angebaut wurden…
Schlagplatz
Mesolithischer Fundplatz, der verschiedene Oberflächenfunde erbrachte. Neben Abschlägen handelt es sich vorwiegend um Klingen und Schaber.
Zufallsfund
Auf dem Grundstück von Hermann Breckhöft am Damm fand der Besitzer 1924 ein dickblattiges Flint-Rechteckbeil. Es handelt sich um einen zufälligen Einzelfund.
Gräberfeld von Apensen
1927 förderte der Bauer J. Dammann mit seinem Pflug den Bronzeeimer des „Fürstengrabs von Apensen“ zutage. Er unterrichtete den Bodendenkmalpfleger Willi Wegewitz, der die Fundstelle untersuchte. Es fanden sich über 9 Kilogramm zerbrochene Bronze- und Silberbeigaben. Der mit Frauenkopfattaschen verzierte Eimer gehört…
Einzelfund
Etwa 800m südlich von Apensen, auf einem nach Südwesten abfallenden Gelände, östl. der heutigen Landstraße L 130 wurde am 1.12.1923 eine jütländische Hammeraxt der Einzelgrabkultur gefunden. Die näheren Fundumstände sind unbekannt.
Siedlung am Priel
1927 meldeten die Ziegelwerke Barnkrug, dass Arbeiter zahlreiche Holzreste, Scherben und Tierknochen entdeckt haben. Beidseitig der Straße am südlichen Ortsrand von Barnkrug wurde dann bei Grabungen und Begehungen eine großflächige Siedlung festgestellt. Sie lag an einem Priel, dessen Ufer mit zugespitzten Holzpfählen…
Metall- und Keramikfunde
In Assel kamen bei früheren Begehungen zahlreiche Keramikfunde der Römischen Kaiserzeit zutage. Jüngste Begehungen im Jahre 2012 erbrachten auch Metallfunde. Die Verbreitung der Metallfunde deckt sich erstaunlich gut mit der dokumentierten Keramikstreuung. Dabei besonders hervorzuheben ist ein als Barren…
Eisenzeitliches Brandgräberfeld
Das eisenzeitliche Brandgräberfeld von Bargstedt liegt südlich der heutigen Landesstraße L 123 von Bremervörde nach Horneburg. Willi Wegewitz hat hier zwischen 1925 und 1926 Grabungen durchgeführt, die zahlreiche Urnen, Leichenbrand und unterschiedliche Beigaben erbrachten. Es handelt sich überwiegend um…
Scheibenrad aus dem Beckdorfer Moor
Aus der frühen Bronzezeit stammt das Wagenrad von Beckdorf. Es wurde um 1938 zufällig beim Torfgraben gefunden. Gefertigt ist es aus Erlenholz. Das Wagenrad aus dem Beckdorfer Moor ist ein eindrucksvoller Beleg für die frühe Nutzung von Wagen. Das Scheibenrad verdickt sich zur stark belasteten Nabe hin von 5 auf 10,5…
Hünenbett I von Grundoldendorf
Das Großsteingrab hat eine Länge von 51 Metern und eine Breite von 8 Meter. Im Inneren liegt ein quer gestellter erweiterter Dolmen. Die lichte Weite der Grabkammer beträgt 3x1,2 Meter. Aus dem der Kammer stammt ein trichterbecherzeitliches Schultergefäß.
Sächsischer Urnenfriedhof
Der sächsische Friedhof von Bliedersdorf wurde durch Willi Wegewitz untersucht. Zu den überlieferten Funden gehören u.a. eine Zwiebelknopffibel, sowie eine Bartzange mit Ohrreiniger. Letztere dürfte aus einem sächsischen Männergrab stammen.
Das Hünnebett III von Grundoldendorf
Das gut erhaltene Großsteingrab ist ca. 30 Meter lang bei einer Breite von 6-8 Metern. Im Innern liegt, aus der Mitte etwas nach Nordwesten gerückt, eine querstehende Steinkammer, in Form eines erweiterten Dolmen. Die Umfassungssteine des Hünenbettes stehen teilweise nicht mehr in situ, sondern sind umgefallen. Auch…
Sedimente eines verlandeten Sees
Beim Sandabbau wurden an der Abbruchkante der Grube auf 200m Länge in einer Tiefe von ca. 6m die Sedimente eines verlandeten Sees entdeckt. Die Untersuchungen förderten zahlreiche Holzreste aus dem ehemaligen Uferbereich zutage. Datierungen ergaben ein Alter von ca. 330.000 Jahren. Aus dem Randbereich der Schicht…
Frühmittelalterliches Haus
Im April 1934 wurde an einem Nordhang nahe des Dorfes Bossel bei Ausgrabungen ein frühmittelalterlicher Hausgrundriss freigelegt. Unter den Funden ist eine Heiligenfibel des 9. Jh. n. Chr., die ein wunderbarer Beleg für die frühe Christianisierung ist. Das Fundspektrum im Bereich der Sandgrube datiert bis in das hohe…
Siedlung und Gräberfeld
Unweit des Gasthofes Witt wurden 1885 beim Abziegeln zahlreiche Funde gemacht und in das damalige Stader Museum eingeliefert, u.a. Keramikgefäße und Bronzeringe. Der Heimatforscher H. Müller-Braul besuchte 1914 die damals noch in Betrieb befindliche Ziegelei-Stelle. Er erschloß aus den Funden und den Angaben der…
Großsteingrab Deinste
Das Großsteingrab liegt heute inmitten eines Ackers. Die kleine Steinkammer in Richtung Nordwest-Südost war ursprünglich komplett von einem Erdhügel bedeckt, der 30x22 m Durchmesser und eine Höhe von 2m aufwies.. Die ursprünglich aus drei Jochen bestehende Kammer ist nicht ungestört erhalten. Es fehlt der östliche…
Zufallsfund
Am heutigen Golfplatz in Deinste (ehemals Acker), fand Herr Adolf Wulff 1957 beim Steinesammeln in einem Steinhaufen am Ackerrand ein dünnackiges Flint-Rechteckbeil. Das Stück stammte ursprünglich von einem Acker "Am lütjen Campe" in der nordöstlichen Gemarkung von Deinste.
Zerstörter Grabhügel
Südlich des Dorfes Dollern am Ostrand des Dollerner Berges gehörte zu einer teilzerstörten Grabhügelgruppe ein ehemals runder Erdhügel, der noch mittels Luftbildauswertung als helle Verfärbung im Acker ausgemacht werden konnte. Ein bronzener Fußring stammt vermutlich aus diesem Hügel.
Lesefund
Östlich der Heidbeck Hein Rogge 1964 auf einem Acker eine dolchartige Speerspitze aus Flint. Vermutlich neolithisch, evtl. aber auch aus der älteren Bronzezeit?
Funde beim Sandabbau
Etwa 1 Kilometer südwestlich von Essel, an einem zum Weitenbruchsmoor abfallenden Geesthang, wurden im Oktober 1955 durch J. Hinck beim Sandabbau verschiedene Funde gemacht. Darunter eine Schwertklinge, ein Bronzebügel, ein Absatzbeil und eine Bronzefibel. Die Funde lassen sich einem Grabhügel mit kleiner Steinkiste…
Überreste eines bronzezeitlichen Grabhügels
Bereits 1948 war der Grabhügel nur noch halb vorhanden. Eine Ausgrabung erbrachte an bronzezeitlichen Funden neben einem Armband mit Spiralenden eine Dolchklinge und eine Radnadel. Der Hügel hatte einen Durchmesser von 13 Metern bei einer Höhe von 0,8 Metern. Auf dem Acker sind heute noch Hügelreste zu erkennen. Der…
Grabhügel der Einzelgrabkultur
Heute zerstört, ehemals gelegen im Bereich der heutigen Sandgrube. Der Hügel wurde im Rahmen von zwei Ausgrabungen untersucht. 1948 durch Willi Wegewitz und 1964 durch Jürgen Deichmüller. Er hatte einen Durchmesser von 12 Metern und eine ursprüngliche Höhe von ca. 1,5 Metern. Ihn umgab ein im Nordosten geöffneter…
Grabhügel der Einzelgrabkultur
Heute ist die Anlage durch Sandabbau zerstört. Ursprünglich hatte der Hügel einen Durchmesser von 16 Metern bei einer Höhe von 1,10 Metern. Bei der Ausgrabung 1964 durch Jürgen Deichmüller konnte im Hügel ein Steinkranz von 13 Metern Durchmesser dokumentiert werden. An Funden wurden drei kleine geschweifte Becher, ein…
Römischer Münzhort
1867 stießen Arbeiter beim Abtragen eines sandigen Hügels am Ufer der Oste auf eine römische Münze. Als der abtransportierte Sand gesiebt wurde, fanden sich weitere 200 Münzen. Nachgrabungen an der Fundstelle brachten nochmals etwa 130 bis 150 Denare zutage. Die meisten gelangten in private Hände, 46 sicherte sich der…
Siedlung an der Lühemündung
Im Zuge von Bauarbeiten an der Lüheschleuse kamen verschiedene Funde der Vorrömischen Eisenzeit zutage. Dabei handelt es sich um mehrere teils nur fragmentarisch erhaltene Keramikgefäße. Die Funde deuten auf eine ehemalige Siedlung im Bereich der Lühemündung hin.
Baggerfund
Bei Baggerarbeiten in der Elbe zwischen Lühe und Mojenhörn wurde im Juli 1958 in 12 Metern Tiefe ein Urgehörn gefunden, das der Finder Peter Osse der Kreisarchäologie gestiftet hat.
Steinkistengrab Hagenah
Beim Sandabfahren auf dem "Osterbarg" kam am 19.12.1930 ein Grabhügel mit Steinkiste zum Vorschein, der von einem runden Erdhügel überdeckt war. Das Grab wurde rekonstruiert und geschützt. Heute gehört das Grundstück dem Landkreis Stade.
Zufallsfund
Südlich von Hammah, südlich des ehemaligen Bahnhofes und unmittelbar östlich der Straße nach Mittelsdorf fnd im September 1935 Herr Walter Hesse beim Kartoffelkäfersuchen ein Flintovalbeil.
Zufallsfund
Im Bereich einer flachen Erhebeung im Moor östlich von Hammah fand Bauer Spreckels beim Torfgraben um 1938 einen sogenannten neolithischen Riesenbecher. Heute wird das abgetorfte Gelände als Weide genutzt.
Brandgräberfeld mit Kriegergrab
Südlich des Stadtzentrums von Harsefeld liegt ein eisenzeitliches Brandgräberfeld. Teile des Bestattungsplatzes hat Willi Wegwewitz in den 1920er Jahren ausgegraben. Weitere Funde wurden vom Apotheker Dr. König geborgen. Die Funde reichen von der älteren vorrömischen Eisenzeit bis in die ältere Kaiserzeit. Auf dem…
Urnenfriedhof Harsefeld
Auf einem erhöhten Gelände am nordöstlichen Ortsrand von Harsefeld lag ein Urnenfriedhof der jüngeren Bronze- und frühen vorrömischen Eisenzeit. Die älteren Urnenbestattungen waren laut Bericht des Denkmalpflegers Adolf Cassau mit kleinen Hügeln bedeckt. Eine Ausgrabung fand in den Jahren 1965-66 unter der Leitung von…
Zerstörter Grabhügel der Bronzezeit
Im Ortsteil Griemshorst lag ursprünglich ein Grabhügel, von dem heute im Gelände keine Spuren mehr sichtbar sind. Der Ausgräber Willi Wegewitz beschreibt den Hügel 1923 wie folgt: ""Auf dem Felde hinter dem Hause der Herrn Albers lag ein Hügelgrab, welches im März 1923 abgegraben wurde. Am 26.3. 1923 besuchte ich den…
Grabhügel der Einzelgrabkultur
Auf erhöhtem Gelände am nordöstlichen Ortsrand von Harsefeld lag ein Grabhügel der Einzelgrabkultur mit einem Durchmesser von 15 Metern und einer ehemaligen Höhe von ca. 2 Metern. Bei einer Ausgrabung durch Jürgen Deichmüller 1966 wurde ein geschweifter Becher geborgen. Offenbar gab es im Umfeld mehrere Hügel.
Grabhügel beim Sandabbau zerstört
Auf einem erhöhten Gelände am nordöstlichen Ortsrand von Harsefeld lag ein vermutlich bronzezeitlicher Grabhügel, der 1911 durch Müller-Brauel beschreiben wurde. Es handelte sich danach um einen relativ kleinen Erdhügel mit einem Durchmesser von 3,5 Metern und einer Höhe von 0,3 Metern. 1965 ging er unerkannt beim…
Grabhügel der Einzelgrabkultur
Auf einer Geestinsel im Moor, südlich der Kreisstraße K 72 (Sunder Straße) lag ein Grabhügel der Einzelgrabkultur. Er gehörte zu einer Gruppe von insgesamt sieben Grabhügeln. Der heute zerstörte Hügel hatte einen Durchmesser von 11 Metern bei einer Höhe von 0,6 Metern. Am Kopfende der Grabkammer fanden sich 44 helle…
Urnenfriedhof beim Sandabbau entdeckt
Beim Sandabbau in einer Sandgrube ca. 50m nördlich des Grenzgarbens Heinbockel-Hagenah, östlich der Hagenaher Straße, kamen bereits 1932 erste Urnen der Römischen Kaiserzeit zutage. Im Juli 1963 fand eine kleine Ausgrabung statt, nachdem Heinrich Wölper beim Sandaufladen weitere Tongefäße gefunden hatte. Bis zum Jahr…
Einzelfund
Bei der bronzezeitlichen Nadel mit Strich- und Rippenverzierung handelt es sich um einen Einzelfund. Die näheren Fundumstände sind unbekannt. In einer Fundnotiz heißt es "aus einem Hünengrab".
Trichterbecherzeitliches Flachgrab
Der älteste Goldfund Niedersachsens stammt aus einem Flachgrab in Himmelpforten und kam 1933 beim Abgraben von Sand unter einer Torfschicht zum Vorschein. Gefunden hat ihn der Bauer Heinrich Kühlcke. Bei Nachgrabungen entdeckte Adolf Cassau, der damalige Leiter des Stader Museums, fünf weitere Gräber. Der kalt…
Altfunde aus der Bronzezeit
Auf der Horst, in der Nähe des Düringschen Mausoleums wurden 1890 beim Suchen von Steinen diverse Funde gemacht, die auf einen älterbronzezeitlichen Bestattungsplatz hindeuten. Zu den Funden gehören u.a. neben Keramikbruchstücken, die möglicher Weise zu Urnen gehörten, 4 goldene Lockenspiralen.
Zufallsfund
Am 5. August 1965 fand der Gastwirt Engelke eine Speerspitze aus grauem Feuerstein. Nähere Hinweise zu den Fundumständen fehlen.
Trichterbecherzeitliches Flachgrab
In Issendorf liegen die Einzelbestattungen in Sichtweite von Großsteingräbern. Offenbar existierten beide Formen nebeneinander. Im sogenannten Grab A standen die Keramikgefäße ursprünglich auf einer hölzernen Grabkammer. Erst als diese verwitterte, rutschten sie in die Grabgrube. Diese hatte eine Abmessung von ca. 3,25…
Nekropole Issendorf
Etwa 700 m nördlich von Issendorf liegt ein flacher NO-SW verlaufender Dünenzug in der Flur auf dem "Steinkamp", westlich des Dollerner Weges. Hier wurde bereits in den 1720er Jahren durch den Pasotr Martin Mushard ein Gräberfeld entdeckt. Erste Ausgrabungen fanden 1724 statt, dann in den 1930er Jahren, in den…
Gräberfeld von Issendorf
Das Brandgräberfeld von Issendorf wurde bereits im 18. Jahrhundert erstmals von Pastor Martin Mushard untersucht. Es folgten Grabungen des Denkmalpflegers Adolf Cassau in den 1930er Jahren. In jüngerer Zeit fanden Ausgrabungen 1999, 2000 und 2004 statt, um das Ausmaß und den Erhaltungszustand des Urnenfriedhofs genauer…
Hortfund aus dem 19. Jahrhundert
Um einen Hortfund der Vorrömischen Eisenzeit handelt es sich bei den 1879 ohne bekannte Fundumstände geborgenen Objekten: ein Kronenhalsring, ein Pufferhalsring, eine Kette aus Bronze, ein Armreif, ein Ring aus Eisen. Die Objekte lagen vermutlich in einem Tongefäß. Dieses ist bei der Bergung zerbrochen und wurde nicht…
Zerstörter Grabhügel
Heute zerstörter Hügel mit einem ehemaligen Durchmesser von 22 Metern bei einer Höhe von 3 Metern. An Funden ist u.a. eine neolithische Doppelaxt überliefert.
Zerstörte Grabhügelgruppe
Im östlichen Teil der Gemarkung Kutenholz, am Weg nach Wedel, lag eine alt zerstörte Grabhügelgruppe am Nord- und Ostrand einer Niederung. Heute sind die ehemaligen Hügel noch als Verfärbungen im Acker erkennbar. Als einziger Fund, der möglicher Weise den Grabhügeln zugeordnet werden kann, liegt eine jungneolithsiche…
Altfunde von einem Gräberfeld
Das Brandgräberfeld von Neukloster weist neben Funden der Vorrömischen Eisenzeit auch kaiserzeitliche und völkerwanderungszeitliche Funde auf. Es handelt sich allerdings um undokumentierte Altfunde. Der genaue Fundplatz ist bislang noch nicht lokalisiert.
Fibel aus dem Dösemoor
Beim Torfgraben im Dösemoor wurde eine gleicharmige Fibel gefunden. Ranken und Tiere sind mit Kerbschnitt in das vergoldete Silberblech eingetieft, ein Meisterstück sächsischer Schmiedekunst. Ihr einstiger Besitzer hatte sie in ein Wolltuch gewickelt und im Morast deponiert. Ein identisches Stück wurde in Little…
Urnenfriedhof
Der Friedhof liegt auf einer Geländedüne mit dem alten Flurnamen "Voßbarg". Im Umfeld befinden sich ein Grabhügel und ein zerstörtes Großsteingrab. Grabungen fanden 1926 durch Adolf Cassau und 1971 durch Dietrich Alsdorf statt. Zu den Funden gehören zahlreiche Urnen, die teilweise durch Steinpackungen geschützt waren.…
Schlagplatz
Mesolithischer Fundplatz, der verschiedene Oberflächenfunde erbrachte. Neben Abschlägen handelt es sich vorwiegend um Klingen.
Sächsischer Urnenfriedhof
Die Nekropole liegt ca. 1 km westlich von Oldendorf. 1930 wurden durch Karl Kersten Ausgrabungen durchgeführt. Die Funde reichen von der jüngeren Römischen Kaiserzeit bis zur Völkerwanderungszeit.
Brandgräberfeld der Vorrömischen Eisenzeit
Südöstlich von Oldendorf im Ortsteil Timmerlade, auf einem leicht nach Norden zum Oldendorfer Bach abfallenden Gelände liegt das 1913 entdeckte Brandgräberfeld der Vorrömischen Eisenzeit. Erste Urenen kamen beim Sandabfahren zutage. Gemeldet wurden die Funde durch einen Dr. Müller. Bei einer Begehung und Grabung am…
Sächsisches Grubenhaus
Im Ortsteil Klethen wurde bei Ausgrabungen 1924-25 durch Willi Wegewitz ein sächsisches Grubenhaus freigelegt. Zu den Funden gehört unter anderem eine Hakenkreuzfibel römischen Ursprungs, des 5./6. Jahrhunderts n. Chr..
Jungsteinzeitliche Siedlungsfundstelle
Bei Begehungen auf einem Acker kamen wiederholt neolithische Funde zutage, die auf ein Siedlungsareal in diesem Bereich hindeuten. Neben Knochenstücken und Tierzähnen wurde hier ein Knochendolch gefunden. Möglicherweise wurden hier Tierknochen zu Werkzeugen weiterverarbeitet.
Grab- oder Siedlungsfund
Im Bereich des Flurstücks "Achtzehn Morgen" wurde 1896 ein Keramikgefäß der Vorrömischen Eisenzeit gefunden, dass ein Herr Hahn dem Stader Geschichts- und Heimatverein übergeben hat. Es ist unklar, ob es sich dabei um einen Siedlungsfund handelt, oder um ein Gefäß aus einem Brandgrab.
Fund bei Begehung
In der Nähe eines Grabhügels wurde am Rand einer Sandgrube im Februar 2004 durch den Grabungstechniker Dietrich Alsdorf das Klingenbruchstück eines bronzenen Flachbeils der frühen Bronzezeit entdeckt. Weitere Funde oder Befunde kamen in diesem Bereich nicht zutage.
Einzelfund
Um einen Einzelfund ohne näher bekannte Fundumstände handelt es sich bei der Standfußschale der Römischen Kaiserzeit aus Schwinge. Sie wurde 1929 gefunden und im Rahmen der Begutachtung einer Privatsammlung aufgenommen.
Lagerplatz eiszeitlicher Rentierjäger
Auf einem Geestrücken im Stader Ortsteil Campe, nahe dem dortigen Friedhof, liegt eine Fundstelle der sogenannten Hamburger Kultur. Mit einem guten Ausblick in das Elbstromtal lagerten hier vermutlich Rentierjäger. Unter dn Funden sind zahlreiche Feuersteingeräte. Größere Kerbspitzen dienten als Speerspitzen. Kleine…
Die Schwedenschanze in Groß Thun
Die Schwedenschanze ist eine frühmittelalterliche Burganlage. Naturwissenschaftliche Untersuchungen (Dendrochronologie) ergaben, dass die Befestigung von 673/674 n. Chr. bis 929 n. Chr. genutzt wurde. Damit ist sie die älteste mittelalterliche Burg zwischen Rhein und Elbe. Darüber hinaus ist die südlich der Stader…
Gießerfund von Stade
In Stade Campe, westlich des Schießstandes, im Bereich der heutigen Straße "Bronzeschmiede" fand Bauer Schomaker am 1.10.1928 beim Pflügen meherer Absatzbeile. Die Nachuntersuchungen der Fundstelle durch Karl Kersten ergrachten Hinweise auf eine Bronzegießerei mit Siedlungsspuren und einer Wohngrube. Insgesamt kamen 11…
Gräberfeld bei Notgrabungen entdeckt
1935 wurden bei Notgrabungen durch den damaligen Denkmalpfleger Adolf Cassau die Überreste eines Brandgräberfeldes und einer zugehörigen Siedlung untersucht. Ein Großteil der Funde lässt sich in die jüngere Bronzezeit datieren. Darunter auch eine Bronzespange.
Größtes Bronzedepot Norddeutschlands
Bei Bauarbeiten in der heutigen Goebenstraße, am Rande des Schwingetals, auf dem Gelände des ehemaligen Goebenstifts, wurden 1919 in 40-60 Zentimeter Tiefe vier massive Bronzeräder gefunden. Vermutlich handelt es sich um eine kultische Deponierung. Im Umfeld der Fundstelle befanden sich ehemals mehrere bronzezeiltiche…
Jungsteinzeitliche Siedlungsfundstelle
Aus dem Bereich des Parks "Sanders-Anlagen" stammen verschiedene neolithische Lesefunde. Neben Abschlägen gehört zu den Objekten ein Flint-Ovalbeil.
Körpergräberfeld der Völkerwanderungszeit
Westlich des Heidbecks, nahe des Heidbecker Mühlendeiches lag ein Körpergräberfeld der Völkerwanderungszeit. Bekannt ist die Fundstelle bereits seit den 1920er Jahren. Zu den Funden zählen u.a. ein doppelschneidiges Eisenschwert, eine Eisenlanze, eine Bernsteinperlenkette, Keramikscherben, Bruchstücke von Fibeln,…
Jungsteinzeitliche Siedlungsfundstelle
Neolithische Siedlungsfundstelle. Unter den Funden befindet sich eine Flintsichel, die allerdings auch bronzezeitlich sein könnte.
Fund bei Bauarbeiten
Bei der Erweiterung des Stader Bahnhofes wurde ein älterbronzezeitliches Absatzbeil gefunden. Es handelt sich um einen Einzelfund.
Brandgräberfeld Campe
Nicht näher untersucht ist bisher das Brandgräberfeld der älteren Römischen Kaiserzeit in Stade Campe. Es liegt im Bereich des ehemaligen Flugplatzes, heute unter Wald. Zu den Funden gehört u.a. eine Standfußschale. Der Denkmalpfleger Adolf Cassau berichtet 1940 auch über Tongefäße aus Körpergräbern der…
Lagerplatz
In Stade Campe liegt auf der Geestkante mit Blick ins Elbeurstromtal ein mehrperiodiger Fundplatz. Zunächst lagerten hier offenbar Gruppen der Hamburger Kultur, Federmesser-Gruppen und Gruppen der Ahrensburger Kultur, die den exponierten Platz zur Rentierjagd nutzten. Zu den Funden zählenBohrer, zahlreiche Kerbspitzen,…
Zufallsfund
In der Nähe des Stader Güterbahnhofs wurde ein einzelner durchlochter Schuhleistenkeil gefunden. Nähere Fundumstände sind nicht bekannt.
Gräberfeld auf der "Krähenkoppel"
Die letzte Ruhestätte fand ein sächsischer Krieger im heutigen Stader Ortsteil Hohenwedel. Mit ins Körpergrab wanderten seine Waffen: eine Flügellanzenspitze, eine Spatha (Hiebschwert) und ein Sax (Hiebschwert). In dessen Klinge verlaufen auf beiden Seiten zwei breite Blutrillen. Gefunden wurde das Grab beim…
Grabfunde
Auf einen eisenzeitlichen Bestattungsplatz deuten die Funde einer Schälschenkopfnadel, einer Scheibenkopfnadel und einer Rollenkopfnadel hin. Die näheern Fundumstände sind nicht bekannt.
Wallanlage Ohle Dörp
Mit Hilfe geophysikalischer Untersuchungen wurde 2009 die Wallanlage Ohle Dörp nachgewiesen. Eine bis dahin unbekannte 70 x 90 Meter große Befestigungsanlage mit einem obertägig nicht sichtbaren Wall. Sie liegt 450 Meter südlich der Schwedenschanze direkt an der Schwinge und damit strategisch günstig auf der höchsten…
Gräberfeld Riensförde
Auf einem geplanten Neubaugebiet in Riensförde kamen bei archäologischen Sondierungen 2010 erste Hinweise auf ein Körpergräberfeld zutage. Im Herbst 2010 wurden zunächst Suchschnitte angelegt. Dabei wurde ein wahrscheinlich frühmittelalterliches Gräberfeld angeschnitten, das sowohl N-S ausgerichtete Körperbestattungen,…
Funde aus dem Gutspark
Im ehemaligen Gutspark des mittelalterlichen Guts Wiegersen kamen verschiedene Funde zutage. Darunter eine bronzene Schmuckscheibe. Die genauen Fundumstände sind unbekannt.
Gräberfeld auf dem Perlberg
Vom kaiserzeitlichen und völkerwanderungszeitlichen Brandgräberfeld auf dem Perlberg sind zahlreiche Funde des 3. bis 6. Jahrhunderts bekannt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es Raubgrabungen in diesem Areal. 1936 und 1949 fanden reguläre Ausgrabungen statt. Sie brachten etwa 900 Bestattungen hervor, haben das…
Fund beim Brunnenbau
Im Bereich der alten Dorfstraße Friedlandstraße wurde 1894 beim Ausschachten eines Brunnens ein Standfußpokal aus Glas entdeckt, der in Südrussland gefertigten wurde. Das Körpergrab enthielt weiterhin, einen Eimer aus Ebenholz sowie einen Gürtelbeschlag und eine Scharnierfibel. Aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt…
Grabfunde der Bronzezeit
Der Grabhügel 4 von Wiepenkathen weist evrschiedene Bestattungen auf. Er Wurde 1928 von Willi Wegewitz archäologisch untersucht. Ein absoluter Glücksfall ist die Erhaltung der Schwert- und Dolchscheiden aus Leder und Holz in Grab 2 des Hügels 4 von Wiepenkathen. Hier handelt es sich um eine Nachbestattung, die den…
Flintdolch aus dem Moor
Im "Weißen Moor" bei Wiepenkathen wurde 1935 beim Torfstechen einer der bedeutendsten neolithischen Funde Norddeutschlands gemacht. Es handelt sich um einen Flintdolch, der samt zugehöriger Lederscheide erhalten ist. In ganz Europa gibt nur drei weitere Stücke, bei denen Teile der Lederscheide erhalten sind. Kein…
Funde aus Grabhügel
Aus einer Privatsammlung stammen das Kurzschwert mit Ortband und zugehörigem Dolch, ebenfalls samt Ortband. Die bronzezeitlichen Funde stammen vermutlich aus einer Baumsargbestattung des Grabhügels 1 von Wiepenkathen. Er gehört zur Hügelgräbergruppe „Auf dem hohen Feld“, die der Hofbesitzer Friedrich Schuldt 1864 beim…
Bronzezeitlicher Grabhügel
Ausgegraben wurde der Hügel 1926 durch Borchers. Zu den Funden der Zentralbestattung gehören ein Bronzedolch, ein Bronzeknauf und ein Absatzbeil. Daneben gibt es eine jüngere Nachbestattung der frühen vorrömischen Eisenzeit im Hügel. Gefunden wurde eine Urne mit Leichenbrand. Bei der Ausgrabung zeigten sich…
Siedlungsfunde aus der Römischen Kaiserzeit
Im Ortsteil Wolfsbruch wurden 1914 verschiedene Funde aus der Römischen Kaiserzeit gemacht. Neben Gefäßscherben gehören auch zwei Webgewichte zum Fundspektrum. Dies deutet darauf hin, dass es sich um eine Siedlungsfundstelle handelt. Die näheren Fundumstände sind nicht bekannt.